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Text: Rexclub Württemberg und Hohenzollern
Foto: mit verschiedenen Rex-Rassen


Russen-Rexe


Foto Russen-Rex

Bei der 7. Bundeskaninchenschau am 22. und 23. Januar 1966 in Stuttgart standen 1,2 Russenrexe als Neuzüchtung von einem Züchter Namens Kassner, Helmut aus Singen LV Baden. Nach dem sie als Neuzüchtung mehrmals auf Großschauen ausgestellt waren, wurden sie 1980 in den Standard aufgenommen.Bei unserem Nachbarland Österreich sind die Russenrexe schon im Standard von 1926 mit 2 kg Normalgewicht aufgeführt.Der Züchterkreis bleibt doch recht klein, man fragt sich, woran das wohl liegen könnte. Von der Bewertung gegenüber den Normal-Russen ist kein großer Unterschied. Doch diese schöne Rasse sollte mehr Züchter reizen und begeistern.


Die Standard-Forderung

Gewichtsmäßig gehört der Russenrex zur Gruppe b, Mindestgewicht 2,35 kg, Normalgewicht 3,00 kg und Höchstgewicht 4,0 kg. Bei diesem Gewichtsspielraum von 1,0 kg dürfte es ohne große Mühe möglich sein, die Tiere auf einem Gewicht von ca. 3,5 kg zu halten. Dies würde sich besonders vorteilhaft auf die Körperform dieses weniger verbreiteten Rexvertreters auswirken.


Position 2 - Körperform und Bau

Die Russenrexe haben hier beachtliche Fortschritte in den vergangen Jahren gemacht, insbesondere bei der Vorder- und Hinterpartie, Kopf und Form. Auch hier ist der Rex-Typ gefordert. Der Körper ist leicht gestreckt, Vorder- und Hinterpartie sind möglichst gleichmäßig breit und ausgeglichen. Die Rückenlinie verläuft ebenmäßig, die Hinterpartie ist gut gerundet. Die Läufe sind gerade, mittellang und kräftig. Der Hals tritt kaum sichtbar in Erscheinung. Der Kopf ist ein wenig länglich. Stirn und Schnauzenpartie sind breit, die Backen kräftig. Die Ohren werden straff aufgerichtet getragen. Bei der Häsin ist eine kleine wohlgeformte Wamme zulässig.

Position 3 - Fell

Die grannige, harte Felle sind nicht mehr so oft zu sehen, auch hier ist ein Fortschritt, insbesondere bei der idealen Felllänge von 17 bis 20 mm, zu erkennen. Das Fell besteht aus der Unterwolle/Wollflaum, Unterhaar (Deckhaar) und den Grannenhaaren.

Position 4 - Kopfzeichnung

Diese besteht aus der Maske und den farbigen Ohren. Die Maske hat eine länglich runde, ovale Form. Sie soll scharf abgegrenzt, die Nase bedecken, seitlich begrenzt bis zum Oberkiefer reichen und mit einem leichten Hauch noch den Unterkiefer erfassen. Sie darf nicht zu groß sein und soll nicht über Augenhöhe reichen. Die Ohren sind an der Wurzel scharf abgegrenzt.

Position 5 - Rumpfzeichnung

Die dunkelfarbigen Vorder- und Hinterläufe sowie die Blume bilden die Rumpfzeichnung. Das vorderste Glied der Vorderläufe ist rein schwarz und möglichst scharf abgegrenzt. Die Hinterläufe sind bis über das Sprunggelenk farbig. Auch sie seien möglichst farbintensiv und gut abgegrenzt. Die Blume ist von reiner, dunkler Farbe. In dieser Position werden die Tiere oft zu Unrecht schon wegen der verschwommenen Zeichnung der Läufe beanstandet und auch bestraft.

Position 6 - Farbe

Die Grundfarbe mit gutem Glanz versehen ist rein weiß. Ebenso weiß ist die Unterfarbe, die sich von der Grundfarbe nicht unterscheidet. Die Abzeichen müssen tief schwarz sein. Die Augen sind rot durchleuchtend, Die Krallen dunkelbraun.

Leichte Fehler

Etwas grobe oder gezackte Maske. Augenrandanflug, unreine Ohrenansätze, kurze oder lange sowie verschwommene Zeichnung der Läufe. Leicht durchsetzte Zeichnungsfarbe.

Schwere Fehler

Zu große Maske, die den gesamten Unterkiefer bedeckt. Starke Augenrandringe, weiße Flecken in der Maske, an den Ohrenränder, in den Ohren und Ohrenansätzen. Grobe Zacken oder Weiß. in den farbigen Läufen. Unreine Grundfarbe, starke Durchsetzung der farbigen Abzeichen mit weißen Haaren. Andere, als die geforderte Augenfarbe, zweierlei oder farblose Krallen.


Die Bewertung der ,,Russenrexe" verlangt von den Preisrichtern ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Deshalb können und müssen gerade die Clubzüchter als Spezialisten ihrer Rasse anregend auf die Preisrichter wirken, damit beide voneinander beispielgebend lernen.


Franz Gerger Mai 1998



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